Professor Dr. med. Ulrich Schwabe, der Namensgeber unseres Medienpreises, war ein deutscher Arzt und Pharmakologe (geb. 19. Juli 1935 in Göttingen; verstorben am 28. Februar 2021 in Heidelberg).

Prof. Ulrich Schwabe war hochangesehen sowohl als Experte in der experimentellen Grundlagenforschung (u.a. im Bereich der Serotonin- und Adenosinforschung) als auch in der anwendungsbezogenen Forschung zur Sicherheit und Wirtschaftlichkeit der Arzneimitteltherapie.

Er war viele Jahre prägendes Mitglied der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft, Mitglied der Transparenzkommission des Bundesgesundheitsamtes, Vorsitzender des „Instituts für die Arzneimittelverordnung in der Gesetzlichen Krankenversicherung“, dem Vorläufer des Institutes für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen und Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.

Mit dem seit 1985 jährlich erscheinenden Arzneiverordnungs-Report hat Prof. Ulrich Schwabe ein einmaliges Werk geschaffen und kontinuierlich angepasst: Berichtet wird unabhängig und ausführlich über die ärztlichen und zahnärztlichen Arzneiverordnungen in Deutschland. Damit trägt es zur Transparenz des Arzneimittelmarktes, zur Bewertung von Medikamenten sowie zu einer zweckmäßigen, sicheren, evidenzbasierten und wirtschaftlichen Arzneitherapie bei.

Prof. Ulrich Schwabe war in vielen Teilbereichen der Arzneimittelentwicklung und Arzneimittelanwendung tätig, blickte stets über seinen Tellerrand und ist deshalb der geradezu ideale Namensgeber für den Medienpreis der Stiftung für Arzneimittelsicherheit.

Weitere Details zum Leben von Prof. Ulrich Schwabe finden Sie unter https://de.wikipedia.org/wiki/Ulrich_Schwabe.

Die Stiftung für Arzneimittelsicherheit bedankt sich bei Gudula Schwabe, der Witwe von Prof. Ulrich Schwabe, für die Zustimmung zur Namensgebung. Für uns wird der Ulrich-Schwabe-Medienpreis Verpflichtung und Ansporn zugleich sein.