Ulrich-Schwabe-Medienpreis 2022

für exzellente Berichterstattung rund um das Thema Arzneimittelsicherheit

Das Thema Arzneimittelsicherheit betrifft uns alle. Als vielschichtige Komponente unseres Gesundheitswesens erfordert sie die Aufmerksamkeit einer kritischen und informierten Öffentlichkeit.

Die gemeinnützige und unabhängige, private Stiftung für Arzneimittelsicherheit fördert durch die Ausschreibung eines neuen Medienpreises die Berichterstattung über dieses komplexe Thema und leistet so einen Beitrag zu mehr Arzneimittelsicherheit für uns alle.

Die Zielrichtungen der journalistischen Arbeiten, die für den Ulrich-Schwabe-Medienpreis in Frage kommen, können sehr vielfältig sein: Haben wir die bestmögliche Arzneimittelversorgung? Sind die Rahmenbedingungen für neue Therapien und hochwirksame Therapeutika noch zeitgemäß? Ist unsere Versorgung effizient? Wie gehen wir mit weiter steigenden Therapiekosten um? Sind die ethischen Aspekte der Versorgung hinreichend berücksichtigt? Leidet unsere Arzneimittelversorgung unter der Globalisierung? Hat unser Überwachungssytem Sicherheitslücken? Wie kann dieses effizienter und gerechter als bisher gestaltet werden? Wo liegen Schwachpunkte in der Arzneimittelversorgung? Wo gibt es strukturelle Fehler im Ablauf oder in der behördlichen Überwachung der Arzneimittelentwicklung, der Arzneimittelproduktion und des Vertriebs der Arzneimittel? Was läuft hinter den Kulissen des Arzneimittelmarktes? Wie kann die Entwicklung von Arzneimittelinnovationen nutzbringender und schneller als bisher gefördert werden? Wie kann die Arzneimitteltherapie verbessert werden? Ist ihre Unabhängigkeit noch gewährleistet? Gibt es genügend vergleichende Studien in der Arzneimitteltherapie? Was sind die Lehren der Corona-Pandemie für die Arzneimittelsicherheit? Wie können diese umgesetzt werden?

Die Zahl der Fragestellungen ist schier unerschöpflich. Der Phantasie und dem Spürsinn der Autor:innen sollen keine Grenzen gesetzt werden.

Die im Jahr 2020 gegründete Stiftung für Arzneimittelsicherheit schreibt 2022 den Ulrich-Schwabe-Medienpreis erstmals aus. Es werden zwei Preise vergeben, die gegebenenfalls geteilt werden können. Je ein Preis wird in den Kategorien Print/Online und Audio/Video vergeben. Jeder Preis ist mit 5.000 Euro dotiert. Bewerben können sich Journalistinnen und Journalisten, die in ihren Arbeiten den Fokus auf das Thema Arzneimittelsicherheit legen.

In das Auswahlverfahren werden deutschsprachige Medienveröffentlichungen einbezogen, die zwischen dem 1. Juli 2021 und dem 01. Juli 2022 publiziert wurden und einem breiten (Fach-) Publikum Informationen über das Thema Arzneimittelsicherheit vermitteln. Die Einreichfrist endet am 15.07.2022. Wissenschaftliche Originalarbeiten, Promotions- oder Habilitationsschriften werden nicht berücksichtigt.

Bewerbungsunterlagen:

Bitte schicken Sie Ihren Wettbewerbsbeitrag sowie einen kurzen tabellarischen Lebenslauf unter Offenlegung bestehender Interessenskonflikte nebst Foto (bitte Copyright angeben) bis zum 30. Juni 2022 an die Adresse der Stiftung für Arzneimittelsicherheit.

  • Kategorie: Print/Online (Artikel der Tages- und Wochenpresse, aus (Fach-)Zeitschriften sowie im Internet veröffentlichte Textbeiträge);
  • Kategorie: Audio/Video (Hörfunk- und Fernsehbeiträge, Online-Videos);

Bitte beachten Sie:

Jeder Autor kann sich nur mit einem Beitrag bewerben. Serienbeiträge können aufgrund des Umfangs nicht angenommen werden.

Reichen Sie Ihren Beitrag bitte per E-Mail an info@stiftung-arzneimittelsicherheit.de ein:

  • Kurzer Lebenslauf inklusive Offenlegung bestehender Interessenskonflikte (maximal eine DIN A4 Seite) mit Foto (650 x 370 px und Angabe zum Copyright) als Word- oder PDF-Datei
  • Print-Beitrag als PDF; maximale Länge: 20.000 Zeichen (inkl. Leerzeichen)
  • Audiobeitrag mp3- oder mp4-Datei, inkl. Sendemanuskript als PDF; maximale Länge: 45 Minuten
  • Beiträge/Artikel, die im Internet veröffentlicht wurden, mit Link und Textfassung als PDF; maximale Länge: 20.000 Zeichen (inkl. Leerzeichen)
  • TV-Beiträge als mp3- oder mp4-Datei, inkl. Sendemanuskript als PDF; maximale Länge: 45 Minuten

Über die Preisvergabe entscheidet eine Jury, besetzt mit erfahrenen Journalisten unter Leitung der Stiftung für Arzneimittelsicherheit. Der Preis kann auf Vorschlag der Jury geteilt werden, wenn zwei qualitativ gleichwertige Bewerbungen in einer Kategorie vorliegen. Wurden in einer Kategorie keine preiswürdigen Publikationen eingereicht, wird der Preis in der jeweiligen Kategorie nicht vergeben.

Mitglieder der Jury:

  • Peter Ditzel: Apotheker, Herausgeber der Deutschen Apotheker Zeitung
  • Brigitte M. Gensthaler: Apothekerin, Leiterin des Ressorts Titel der Pharmazeutischen Zeitung, Avoxa-Mediengruppe
  • Prof. Ulrike Holzgrabe: Hochschullehrerin, zahlreiche wissenschaftliche und populärwissenschaftliche Veröffentlichungen zum Thema Arzneimittelqualität und Arzneimittelfälschungen
  • Dr. Franz Stadler: Apotheker, Autor des Buches „Medikamenten Monopoly“ und vieler Artikel in Fach- und Laienpresse
  • Caroline Walter: Journalistin, zahlreiche Veröffentlichungen von Investigativrecherchen aus dem Bereich Medizin/Gesundheit, u.a. zum „Fall Lunapharm“; Buchautorin („Patient im Visier“)

Die Preisvergabe erfolgt voraussichtlich Ende September 2022 in feierlichem Rahmen an der Goethe Universität in Frankfurt am Main. Weitere Details hierzu werden rechtzeitig bekannt gegeben. Die Entscheidung der Jury ist endgültig und nicht anfechtbar. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Mit der Annahme des Preises erklärt die Preisträgerin/der Preisträger ihr/sein Einverständnis mit der Wiedergabe des ausgezeichneten Beitrags auf der Homepage der Stiftung für Arzneimittelsicherheit sowie gegebenenfalls in anderen Publikationen/Medien der Stiftung.