So interessante Diskussionen und Vorträge bringt das Jahr 2026 bei der Stiftung Arzneimittelsicherheit!
Während wir in den letzten Monaten versucht haben, viele Aspekte der KI im Gesundheitswesen zu beleuchten, rücken wir nun das Arzneimittel wieder in den Mittelpunkt des Interesses, vor allem vor dem Hintergrund, dass im letzten Jahr zum ersten Mal die Arzneimittelkosten im Gesundheitswesen höher waren als die für ambulante Behandlungen.
Starten wird unser Programm aber am 28.5.2026 in der neuen Online-Form unserer Münchner Arzneimittelgespräche mit einem Thema, dass im Augenblick alle Offizinapotheker umtreibt und möglicherweise große Auswirkungen haben wird: Haben Apotheken Zukunft? Hier geht es die ausreichende Versorgung und Beratung der Bevölkerung in Zeiten von DM, Rossmann, Shop-Apotheken und der Sparpolitik der GKVs. Keynotes werden von der Präsidentin der Bayerischen Apothekerkammer, Frau Franziska Scharpf, zum Thema „Die Perspektive der Apotheken im Gesundheitssystem – heute und in Zukunft“ und Herrn Lutz Bodem, Geschäftsführer OTC-Markt bei Pharma Deutschland, zu „Der OTC- und Selbstmedikationsmarkt im Wandel“. Die Gespräche führen wir dieses Mal zusammen mit Health Care Bayern durch, so dass sich jeder dort kostenfrei anmelden kann. Die Veranstaltung wird von Frau Prof. Dr. Ulrike Holzgrabe moderiert.
Danach wird es in Zusammenarbeit mit dem House-of-Pharma in Frankfurt ein kostenfreies online Vortragsprogramm geben, dass sich schwerpunktmäßig mit der Preisentwicklung in verschiedenen Arzneimittelbereichen befasst. Dabei wird jetzt fast jeder auf die unglaublich teuren Biologicals, insbesondere monoklonale Antikörper, zeigen, aber wir wollen genauer hinschauen:
Professor Seifert stellt eine aktuelle Kosten-Nutzen-Analyse neu zugelassener Proteinkinase-Inhibitoren und therapeutischer Antikörper am 16.6.2026, ab 19:00, vor. Als Mitherausgeber des Arzneiverordnungsreport und Editor-in-Chief von Naunyn-Schmiedebergs Archives of Pharmacology hat er eine ausgezeichnete Übersicht und publiziert sehr viele Artikel zu dem eher ökonomischen Focus der Arzneimittel. Kosten-Nutzen-Analysen können bei der FDA und bei der EMA durchaus verschieden ausfallen.
Am 15.7.2026, wieder ab 19:00, stellt sich Prof. Dr. Neubauer die Frage: Arzneimittelversorgung – Problem oder Problemlösung für die GKV-Finanzierung. Als Volkswirt und Direktor des Instituts für Gesundheitsökonomie hat er einen anderen Blickwinkel auf die Zukunft der Arzneimittelversorgung als Mediziner oder Apotheker. Zudem berät er Politiker im In- und Ausland, wenn es um Gesundheitswirtschaft geht.
Schlussendlich geht es am 28.9.2026, ab 19:00, um das Thema Orphan Drugs – Alles andere als Waisenknaben. Anfangs wurde sie als Kostentreiber beäugt, da Firmen erst den Orphan-Drugs-Staus beantragt hatten und nach Markteinführung dann weitere größere Indikationsgebiet fanden. Aber heute sind sie ein wichtiges Instrument für die Entwicklung von Arzneistoffen gegen seltene Krankheiten, die von vielen Pharmafirmen links liegen gelassen werden. Diese Balance wird Prof. Theo Dingermann in einem sicher sehr interessanten Vortrag aufzeigen.
Näheres zu alle diesen Veranstaltungen finden Sie auf unserer Webseite. Wir würden uns freuen, wenn Sie teilnehmen würden und zwar nicht nur leise Zuhören, sondern auch laut mitdiskutieren würden.
Prof. Dr. Ulrike Holzgrabe Dr. Franz Stadler
Vorsitzende des Stiftungsbeirates Stifter
